Ästhetische Konsumgütervielfalt: Design, Kunst, food, urban, audio, style

Über Martin Kippenberger: “Jetzt wo ich”

20
04
2007

Wir lernen ganz neue Dinge über Martin Kippenberger dank der Protagonistin von “Jetzt wo ich”. Fast zehn Minuten lang erzählt Sabine Körner in diesem Film, den wir heute morgen bei YouTube entdeckten, über ihren Freund Kippi. Keine Ahnung, ob das stimmt, was sie berichtet.
Doch spannend ist es allemal: “Kippi (…) auch so ein Schreihals, laut, bisschen vulgär, aufdringlich, ähm, und frech (…) dann hatten wir so ne kleine Affäre miteinander…” Das kann man sich schon einmal reinziehen…

ein film von freiwerk, 2003
Idee & Kamera Marikke Heinz-Hoek
Schnitt Freerk Heinz

infinite foto zoom

18
04
2007

infinite foto zoom

Ein wirklich gelungene Art, neue Fotos zu entdecken habe ich auf der website 10 ways gefunden. Die Präsentationsweise gefällt ist dabei schöner als die Fotos selbst. Ob die Farbinformationen für alle Bilder vorberechnet sind? Hatte mal ein Tool dazu ausprobiert - da hat das ewig gedauert. Respekt, gettyimages!

Bild: © gettyimages

open source design education

24
03
2007

Thinking for a linving
Mit Thinking for a Living hat Duane King (Creative Director bei BBDK, Inc.) eine web site für open source design education ins Leben gerufen, “…for those who believe that while design is a profession, it’s above all a passion.” - wie er sagt. Allein die Surftips - darunter ein CSS-Type-Tester, wie wir ihn immer vermisst haben - sind eigentlich zu schade für einen so kurzen Blogpost. Großartig. Den Wert der Sammlung von Büchern und Artikeln zu Farbtheorie, Typografie, Design, Branding und sogar Psychologie kann man kaum überschätzen. Ein Eldorado für jeden Design-Interessierten.
Duane “…believes great design is an art.” Daran mag man nicht mehr zweifeln.

Kunstwettbewerb

12
03
2007


Wir haben unseren Freund Michael hier schon einmal vorgestellt. Nun nimmt er am Online-Wettbewerb der Saatchi Gallery teil. Und in diesem Zusammenhang darf kräftig zu seinen Gunsten gestimmt werden. Die zweite Abstimmungsrunde startet am 19. März. Ab dann kann jeder Künstler punkten. Aber Vorsicht: Jede IP-Adresse darf nur einmal für ein Kunstwerk abstimmen, sonst werden Punkte abgezogen. Also nicht übermütig werden.
*Hier für Maikels Bild abstimmen*.

Abstrahierte Comic-Betrachtungsschau

06
03
2007

comic abstraction
Comics, d.h. Bilder aus Comics, Animationsfilmen, Karikaturen und ähnlichem - bearbeitet von 13 zeitgenössischen Künstlern, die das schon Gesehene abstrahieren und eine neue Betrachtungsebene schaffen. Klingt anstrengend. Ist aber schön.
Online-Ausstellung des MoMa, Comic Abstraction/Image Making - Image Breaking, organisiert von Roxana Marcoci, Dept. of Photography, Museum of Modern Art
zur Ausstellung

Deck my Hall

03
03
2007

Designer Decks
grind here
Nicht nur als Möbel taugen Skateboard-Decks, sondern auch als Skulpturen. Wie das aussehen kann, beschreibt MoCo Loco. Vor zwei Monaten fand eine Ausstellung und Versteigerung von Designer-Decks in Edmonton statt, die jedem Skaterfreund das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ. Einer unserer Favoriten ist “grind here” (links).

Versteigerung verpasst. Was nun? Direkt bei den Designern bestellen. Fast so schön wie selbst zu grinden: die decks von Jan Wilem und Emil Kozak.

Bilder: © theideagroup.ca

Onlinefreude mit Gilbert & George

18
02
2007

Viel ist derzeit darüber zu lesen: Zwei Ausstellungen widmen sich in nächster Zeit dem Leben der beiden englischen Künstler Gilbert & George: Die Tate Modern zeigt ihre bislang größte Einzelausstellung (bis zum 7. Mai); eine große Retrospektive bietet das Haus der Kunst in München (11. Juni bis 9. September). Nicht jeder wird es allerdings schaffen, die beiden Ausstellungen zu besuchen. Trösten mögen sich all diese Seelen damit, dass man Gilbert und Georges Œuvre (zumindest teilweise) auch virtuell erkunden kann. Wir empfehlen als Einstieg ein Interview der beiden mit Hermione Eyre, The Independent. Oder auch A journey into the superaverage world of Gilbert and George, Alternatives to Valium. Den Film, The World of Gilbert and George, kann man bei der Tate Modern auch online ansehen; ebenso wie eine anschließende Diskussion der beiden Künstler mit Matthew Collings. Eine aktuelle Ausstellungskritik bietet der Guardian (Better than a poke in the eye?). Nicht minder lesenswert: Der Erlebnisaufsatz über seinen Besuch in der Tate von Blogger Jeremy Willmott.

Weitere Videos (via YouTube)

The Singing Sculpture:


Talking about Jesus, Oscar Wilde and their cleaner Stainton:


A portrait of the artists as young men, 1972:

The Google Masterplan

16
02
2007

The google masterplan
Den Kurzfilm “masterplan” sollte man sich nicht entgehen lassen. Das visuelle Sahnestück haben Ozan Halici und Jürgen Mayer aus Ulm produziert. Neben der effektvollen Stencil-Ästhetik, versteht sich der Streifen als Warnung vor dem sorglosen Umgang mit privaten Daten. Von Google’s “Don’t do any evil”-policy hatten wir uns eigentlich anderes erhofft. Laßt Euch wach rütteln, Freunde.

Bild: © masterplanthemovie.com; via: hannestreichl.com

Zeichen der Zeit?

13
02
2007

Das US-Department of Homeland Security präsentiert auf der Internetseite ready.gov Tips für das Verhalten im Falle eines terroristischen Angriffs. Wie die Illustrationen zu interpretieren sind, wollen wir Euch nicht vorenthalten:

“Try to absorb as much of the radiation as possible with your groin region. The current world record is 5 minutes, 12 seconds.”

 

 

 

 

“That closet door in your bedroom leads to the gates of Hell. Don’t go there.”

 

 

 
Mehr davon auf homeland.gov.safenow.org.

The Museum of Online Museums

12
02
2007

Uns fehlt seit geraumer Zeit geradezu allzuviel Zeit. Zeit, zu schreiben und auch die Zeit, ein Museum zeitig zu den Öffnungszeiten zu besichtigen. Ein kleiner Ersatz ist (und wegen seines Namens alleine hat man es gefälligst gut zu finden, dieses Projekt) das Museum of Online Museums, das sowohl auf Online-Ausstellungen der etablierten und echten (offline) Museen verweist; aber auch spezielle Online-Sammlungen aufzeigt (sehenswert etwa, die Sammlung der Department Store Christmas Catalogs, Mego Library).

wk interact - the next banksy?

04
02
2007

street art by wk interact
Nur zwei Wochen ist es her, da berichtete nnuu von dem street art Künstler Banksy. Gestern legte die F.A.Z. nach (F.A.Z., 03.02.2007, Nr. 29 / Seite Z1). Mitherausgeber Frank Schirrmacher (Feuilleton) adelt Bansky darin wie kaum einen anderen Künstler seiner Gattung. Anerkennung von höchster Instanz also. Die Preise für seine Arbeiten werden dadurch weiter steigen. Grund genug, sich zu fragen: Wer ist der nächste? Sofort fiel uns dazu WK interact ein. Diesen Maler haben wir schon etwas länger auf unserer Einkaufliste (bisher aber leider noch nicht zugeschlagen). WK’s Werke sind denen Banskys zum verwechseln ähnlich. Feinste stencil-street-art, die mit ihrer Umgebung auf geniale Weise interagiert. Aber seht selbst…
Bild: © wk interact

Bling-Bling-Baroque…

03
02
2007

…wird seine Kunst oft genannt: Doch deshalb sollte man keinen einseitigen Eindruck vom (zweifelsohne faszinierenden) Werk des Yale-Aboslventen (School of Art) Kehinde Wiley haben. Von diesem Mann aus Los Angeles können wir noch einiges erwarten. Da sind wir uns sicher. Und bestellen deshalb vielleicht eine seiner Büsten, die cerealart derzeit zur Vorbestellung anbietet. Der Preis für ‘After la Négresse, 1872′ beträgt 1000$. Auflage: 200 Stück.
bild: copyright cerealart.com, shows ‘After la Négresse, 1872′ by Kehinde Wiley

Unser Freund Maikel

28
01
2007


Wir stellen vor: Michael (Maikel) McWilliams-Foldenauer aka ‘el gecco’, ein guter Freund von uns, Künstler, im Besonderen Maler. Seine Bilder kann man sich hier ansehen, bei der Saatchi-Galery.
bilder: copyrigth el gecco

comic art: dead or alive?

02
12
2006

Gewaltverherrlichend, judendgefährdend oder schlicht verblödend waren die Attribute, die Comics lange Zeit zuschrieben wurden. Zu lange. Die Diskussion began schon vor dem 1. Juni 1938 - dem Tag an dem Superman das Cover von “Action Comics” zierte. Mit zunehmender Verbreitung des Fernsehens ebbte die öffentliche Aufregung dann langsam ab: man hatte einen neuen Sündenbock gefunden. Comics waren tot und wurden nur noch von wenigen Anhängern in Szenevierteln vertrieben. Mittlerweile lösen Computerspiele die Comic-Helden als gesellschaftliche Übeltäter in aktuellen Debatten ab (z.B. hier).
Während wir noch sehnsüchtig auf die PS3 warten, erleben Comics ihr come-back - als Kunstwerke. Wer möchte nicht einen vor Energie strotzenden X-Men durch seine Loftwand explodieren sehen? Am besten als Original, je nach Geschmack in pen & inc oder nachcoloriert. Während die optische Anmutung der einschlägigen Internetbezugsquellen wie The Artist’s Choice oder Vault Auctions den Betrachter erschaudern lassen, erreichen die schwarzweißen Splash- oder Coverzeichnungen den Zenit ästhetischer Kraftausstrahlung. BANG! BOOM! AND POW!
Comic ist aus der Kunst nicht mehr wegzudenken. Comic is art - and very much alive. Wir warten auf den Zeitpunkt, an dem es Computerspielen ebenso ergeht. Bis dahin lesen wir mit geduldiger Gewissheit gelatonetti - das Blog von Jim Lee, einem wahren Meister seiner Zunft.

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